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aus der Presse

Höfen im Enztal 2005

Bad Wildbad

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pz-news.gif (1809 Byte) 21.07.2005
Defizit in der Touristik reduziert
Übernachtungszahlen in Höfen stabil – Eigenbetrieb arbeitet mit Minimum an Personal – Mit Rücklagen Etat ausgeglichen

HÖFEN. Mit einem umfangreichen Zahlenkomplex hatten sich die Mitglieder des Gemeinderats in ihrer jüngsten Sitzung zu befassen. Was den Jahresabschluss für den Eigenbetrieb Touristik Höfen an der Enz betrifft, konnte trotz der insgesamt problematischen Situation das Defizit deutlich von 224 647 Euro auf 196 669 Euro reduziert werden. Die Übernachtungszahlen sind im vergangenen Jahr relativ stabil geblieben und lagen bei 53 513.

Allerdings sah man sich bei Verwaltung und Gemeinderat auf Grund der finanziellen Situation dazu gezwungen, die Stelle der Touristikmanagerin ersatzlos zu streichen. Was den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr anbelangt, arbeitet der Eigenbetrieb laut Bürgermeister Holger Buchelt mit einem Minimum an Mitteln und Personal, der keinen Spielraum mehr lasse, ohne die Aufgabe komplett einzustellen.

Im „hellgrünen Bereich“

Der operative Verlust beträgt im Haushaltsplan 2005 155 000 Euro und der Gesamtverlust 225 000 Euro. Es ist bislang ein Kostendeckungsgrad von 27,4 Prozent vorgesehen. „Wir bewegen uns gerade so im hellgrünen Bereich“, so Bürgermeister Holger Buchelt, was die Feststellung der Jahresrechnung für das Jahr 2004 anbelangt. Bei einem Gesamtvolumen von annähernd sechs Millionen Euro, betrug die Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt 157 472 Euro.

Eine Darlehensaufnahme wurde im Jahr 2004 nicht benötigt, der allgemeinen Rücklage mussten
rund 300 000 Euro entnommen werden. Restschulden in Höhe von 82 127 Euro wurden komplett getilgt, so dass die Gemeinde ohne jegliche Verbindlichkeiten ist. Man kann zwar noch auf Rücklagen von 1 523 000 Euro blicken, doch werden diese nach Aussage von Bürgermeister Holger Buchelt in den kommenden Jahren für die Rathaussanierung dringend benötigt. Buchelt bezeichnet die finanzielle Situation seiner Gemeinde im Verhältnis zu anderen – man befinde sich unter den lediglich 100 schuldenfreien Kommunen im Land – zwar als geordnet, jedoch beruhigend sei die Lage keineswegs, schreibe man doch lediglich eine schwarze Null.

Weniger Steuereinnahmen

„Das Haushaltsjahr 2005 vollzieht sich vor dem Hintergrund immer weiter schwindender Steuereinnahmen des Staates und der Gemeinde, weshalb es nur mit Mühe gelingt, diese Einnahmeausfälle auszugleichen“, so das Statement der Verwaltung zum Finanzzwischenbericht, den die Gremiums-Mitglieder in der letzten Sitzung zur Kenntnis nahmen. Unter dem Strich gleichen sich beispielsweise die Mindereinnahmen und -ausgaben gerade noch aus, so dass keine weiteren harten Einschnitte für den laufenden Haushalt notwendig erscheinen. Was die Situation im Vermögenshaushalt anbelangt, so darf die Haushaltswirtschaft der Gemeinde als geordnet bezeichnet werden.

Jedoch die großen Anforderungen im Abwasser und im Tourismusbereich sowie der Rathaus-Sanierung führen die Enztalgemeinde in diesem und in den folgenden Jahren an die Grenze der Belastbarkeit. Der Verwaltungshaushalt kann auch im laufenden Jahr keinen Beitrag zu den Investitionen leisten, womit die Gemeinde von der Substanz lebt. „Dies ist ein sehr deutliches Warnsignal“, malt Bürgermeister Holger Buchelt keine rosige Zukunft.

Erstellt am: 21.07.2005

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pz-news.gif (1809 Byte) 20.07.2005
Neuer Entwurf für Ortszentrum
Gemeinderat Höfen billigt geänderten Bebauungsplan – Supermarkt und Wohnhäuser geplant

HÖFEN. Nach dem Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan „Ortszentrum“ hatten die Gemeinderäte nun über einen von Ingenieur Siegfried Widmer vom Dobler Planungsbüro Hudelmaier erarbeiteten neuen Entwurf zu beraten. Der Plan sieht ein Baufenster für einen geplanten „Netto-Markt“ sowie zwei weitere für eventuelle Wohn-/Geschäftshäuser vor. Geplant sind zwei Zufahrten, eine beim Grundstück des Marktes sowie eine weitere bei den öffentlichen Parkplätzen.

Der angrenzende Kindergarten soll durch einen Zaun und einer Hecke geschützt werden. Das Befahren des Gehweges vor dem Kindergarten soll durch Pfosten oder Absperrbügel verhindert werden. Insgesamt stehen bei dieser Variante 34 öffentliche Parkplätze zur Verfügung, wobei ein Bauplatz zunächst für Stellplätze genutzt werden soll. Im hinteren Bereich des Areals ist eine zusätzliche Zufahrt zum Kurpark vorgesehen, wofür ein Stellplatz weichen muss.

Wie Planer Widmer weiter ausführte, können das Wartehäuschen sowie der Brunnen an der Wildbader Straße erhalten bleiben. Zudem soll ein durchgängiger Gehweg geschaffen werden. Nach einigen kleinen Änderungswünschen der Bürgervertreter soll dann der korrigierte Entwurf für die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Träger der öffentlichen Belange in einer der nächsten Sitzungen beschlossen werden.

Kanalsanierung geht weiter

Noch sind die umfangreichen Kanalsanierungsmaßnahmen in der Enztalgemeinde nicht beendet. Insgesamt sind in den Jahren 2004/2005 Maßnahmen an elf Teilstrecken geplant mit einem Volumen von 560 000 Euro bei einem erhofften Zuschuss von 250 000 Euro. Die Quellableitung in der Liebenzeller Straße wurde mit rund 70 000 Euro bei 31 000 Euro Zuschuss fertig gestellt.

Zuschüsse gekürzt

Für die weiteren Maßnahmen wurde nun der Zuschuss von 45 auf 30 Prozent gekürzt, weshalb die geplanten Sanierungen „In den Lauppenwiesen“ und im „Schulweg“ verschoben werden. Hier stehen in den kommenden Jahren zudem Straßenbauarbeiten an. Geplant sind noch folgende Strecken: Liebenzeller Straße, von der Freibahneinfahrt aufwärts, Schönklingstraße und Langenackerweg; Liebenzeller Straße, Ludwig-Schwarz-Straße, Hindenburgstraße, Uferweg, Simonswiesen sowie Am Eiberg.

Die Arbeiten sollten laut Bürgermeister Holger Buchelt sämtlich in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Maßnahmen in der Liebenzeller Straße, die zudem im kommenden Jahr mit einem neuen Belag versehen wird, sollen mit Rücksicht auf den Freibadbereich nicht vor September durchgeführt werden.

Der Gemeinderat vergab die ausgeschriebenen Arbeiten mit einem Gesamtvolumen von 242 018 Euro an den jeweils günstigsten Bieter. Zur Kenntnis nahm das Gremium zudem den Abschlussbericht der bereits durchgeführten Maßnahmen zwischen den Jahren 2002 und 2004.

Demzufolge ergeben sich unter dem Strich bei sämtlichen Arbeiten Einsparungen in Höhe von rund 83 076 Euro gegenüber dem Planansatz.

Dazu kommen Mehreinnahmen bei den Zuschüssen von 14 500 Euro die den Jahresrechnungen 2003 und 2004 zugute kamen.

Erstellt am: 20.07.2005

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